größeres Zelt, neuer Festwirt, neue Aufteilung, gleiches Bild! Full House!

Druffel – Mal ehrlich. Nach 50 Jahren war man ein klein wenig verwöhnt in Druffel was Selbstverständlichkeiten und Organisation im Ablauf eines Schützenfestes angeht. Es wurden viele wichtige Entscheidungen mit blindem Verständnis getroffen. Aus und vorbei fürs erste mit diesem Luxus. Aber dennoch macht das Druffeler Schützenfest eine durchaus gute Figur. Auch wenn nicht alles nach Plan lief am ersten Tag, verbuchte der stellvertretende Brudermeister Klaus Schnieder, bei seiner Rede vor Publikum und angetretener Mannschaft die leichten Irritationen beim Einmarsch auf den Platz lediglich als Generalprobe für den Sonntag und Montag. Auch nachdem die Musik mit allen Schützen ins Zelt marschierten wirkten die Abläufe zum Teil noch ein wenig hakelig. Von der Aufstellung im Zelt ganz zu schweigen. Aber der Motor muss erst eingefahren werden. Wann sollte man das auch vorher üben, wen nicht am Samstag? Davor, reine Theorie. Eine kleine Koordinationssitzung am nächsten Morgen sei angesetzt so Oberst Werner Sölker, damit am Sonntag und Montag alles passt. Auch Kleinigkeiten müssen noch angepasst werden. Das Hauptzelt ist nun satte fünf Meter breiter. Was bedeutet, dass so manches Dekorationselement angepasst werden muss. Aber in einer Einlaufphase gehört das dazu. Interessanter dagegen war das neue Innenkonzept des Festwirtes Olaf Wittag vom Haus Mütterthies. Überall findet man Theken. Etwas mehr verschachtelt wirkt die Aufteilung im Gegensatz zu vorher. Und wie das so ist, dem einen gefällt es, dem anderen nicht. Diese Haltung hat sich im Gegensatz zu vorher nicht sonderlich geändert. Auffällig waren in der Longdrink-Bar die markanten Thekenelemente aus leeren Getränkekisten. Skeptisch begutachtet kam diese Version der Dekoration bei den Jugendlichen zum Teil gut an. Lediglich die Höhe der Theke fanden viele nicht sehr berauschend. Deutlich höher als normale Bar-Theken erschwert es ein wenig die Kommunikation. So erzählte man uns. Aber irgendetwas ist ja immer. Gegen Mitternacht füllte sich das Zelt. Und obwohl draußen noch ein paar hundert Leute standen war es im Inneren gut gefüllt. Auch draußen sollte sich einiges ändern. Dort wo große Bäume Schatten spenden, sollte ein Biergarten entstehen. Das Konzept ist nicht ganz aufgegangen. Nachdem ein Verkaufsstand, ein Kinderkarussell und ein Bierwagen auf den alten Positionen unter den Bäumen stehen ist es eigentlich nicht wesentlich anders als vorher. Und auch wenn einige das Angebot nutzen und sich bei akuter Sonneneinstrahlung unter die Bäume verdrücken werden, sind sie im Rücken der Stände abseits des Platzes. Eine Sicht auf den Vogel ist damit nur sehr eingeschränkt bzw. gar nicht möglich. Schade eigentlich. Denn die Idee eines freien Platzes der weit bis unter die Bäume reicht, hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit großen Anklang gefunden. Fazit der „Stunde null“ der neuen Druffeler Zeitrechnung: Der neuer Motor braucht noch ein wenig Feintuning. Aber angesprungen ist er sofort. Und nach einer kurzen Einlaufphase kann er volle Leistung bringen. Ob er die nächsten Tage durchläuft ohne zu stocken, werden wir sehen.

Die Longdrinkbar in Druffel erfreut sich trotz kleinerer Änderungen großer Beliebtheit.


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