Rietberg. Mit Beginn des neuen Monats startet im Historischen Stadtkern von Rietberg ein weiteres Straßenbauprojekt. Auf einer Länge von 215 Metern wird die Sennstraße saniert. Dabei geht es vordergründig nicht um den Belag sondern den Unterbau. „Die Kanalisation muss erneuert werden“, so Bürgermeister André Kuper, der jetzt nach den entsprechenden Beschlüssen in Fachausschüssen und Rat die Auftragsvergabe vornehmen konnte.
„Bauausführend wird die Rietberger Firma Hark tätig werden.“ Dem Gütersloher Ingenieurbüro Röver obliegen Planung und Bauleitung. Zuständige Ansprechpartner in der Stadtverwaltung sind Norbert Montag (Kanalbau) und Frank Lange (Straßenbau). Die Gesamtkosten sind veranschlagt mit rund einer Million Euro, davon entfallen rund 625.000 Euro auf den Bereich des Kanalbaus. „Der Ausbau der Sennstraße wird aus Städtebaufördermitteln des Landes mit 70 Prozent bezuschusst“, so Kuper weiter.
Die Baufläche umfasst gut 1000 Quadratmeter. Genutzt werden für die Neuanlagen der Kanalisation modernste Verfahren. Dabei wird auf eine besonders schonende Bauweise Wert gelegt mit Rücksicht auf die bestehende historische Bebauung entlang der Sennstraße, genutzt wird das sogenannte Microtunnelbausystem. Notwendige Grundwasserabsenkungen werden so auf ein Minimum reduziert. Aus Startgruben pressen die Fachleute neue Schmutzwasserleitungen durch den gewachsenen Boden und können damit auf aufwendig zu sichernde Kanalgräben während der Bauphase verzichten. Die wesentlich höher liegenden Regenwasserkanäle erfahren den Einbau in herkömmlicher Weise. Der Straßenausbau erfolgt analog den bisherigen Maßnahmen im Innenstadtbereich mit Betonsteinpflaster. Grünbeete sorgen für eine optisch ansprechende Gestaltung. Für die Fußgänger wird künftig ein barrierefreier Wegebereich angelegt. Die Bauarbeiten starten in den nächsten Tagen, die Sennstraße muss deshalb für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden. Die Fertigstellung ist für den Dezember 2011 vorgesehen. Bürgermeister Kuper bittet Anwohner wie auch Straßenverkehrsteilnehmer um Verständnis für die während der Bauarbeiten entstehenden Behinderungen und Lärm- und Staubbelästigungen.









