Brigitte Kaese, Hubert Kniesburges, Bürgermeister André Kuper, Dieter Beckert, Paul Hölscher

Foto: Hoffen auf viele leere Tintenpatronen und Tonerkartuschen, die Verbundpartner von Pro Arbeit und der Stadt Rietberg. Brigitte Kaese, Hubert Kniesburges, Bürgermeister André Kuper, Dieter Beckert und Paul Hölscher weisen auf die neue Aktion am Gebrauchtwarenkaufhaus Mix Max an der Konrad-Adenauer-Straße hin. Bild: stadt rietberg

Rietberg-Neuenkirchen. „Das ist ein gutes Angebot und eine vorbildliche Aktion, die wir sehr gerne unterstützen. Wir hoffen, viele Bürger motivieren zu können und das Bewusstsein zu steigern für die Umwelt und die sinnvolle Weiterverwendung von Wertstoffen.“ Bürgermeister André Kuper gab jetzt gemeinsam mit Brigitte Kaese (Geschäftsführerin Pro Arbeit e.V.), Hubert Kniesburges (Betriebsleiter Pro Arbeit e.V.), Dieter Beckert (Leiter Standort Rietberg Pro Arbeit e.V.) und dem kommunalen Umweltberater Paul Hölscher den Startschuss für eine neue Sammelaktion. Im Mix-Max-Laden an der Konrad-Adenauer-Straße 27B können ab sofort leere Tonerkartuschen und Tintenpatronen abgegeben werden.

 

Pro Arbeit, die Kommune und die GEG (Gesellschaft für die Entsorgung von Abfällen Kreis Gütersloh) haben sich dafür zusammengeschlossen, um gemeinsam den Umweltgedanken auch in diesem Bereich voran zu treiben. „Leere Patronen und Kartuschen fallen eigentlich in jedem Büro an, doch kaum jemand denkt darüber nach, dass sie wieder aufbereitet werden und erneut in den Produktionskreislauf kommen können“, so Kuper. Deshalb sei man gerne bereit gewesen, Pro Arbeit in der Beteiligung an der bundesweiten Aktion „Sammel Mit“ zu unterstützen.
Brigitte Kaese: „Der Marktanteil wieder verwendeter Exemplare liegt in Deutschland bei rund 12 Prozent oder etwa 16 Millionen. Weit über 100 Millionen landen im Müll. Sie bedeuten einen Gegenwert von rund 250 Millionen Euro. Würde man dieses Leergut auf LKW verladen, so würde das eine Fahrzeugschlange von etwa 50 Kilometern Länge ergeben.“ Dabei müsse die Umweltbelastung gar nicht sein, über das bundesweite agierende System „Sammel Mit“ könne das wertvolle Leergut aufbereitet werden, der Recyclingpartner zahle Prämien, das Geld komme sozialen Projekten zugute.
Im Gebrauchtwarenladen Mix Max an der Konrad-Adenauer-Straße 27B steht ab sofort die leuchtend orangene Sammelbox zur Aufnahme bereit, geöffnet ist die Einrichtung an jedem ersten Samstag im Monat (nächster Termin 5. März) von 9 bis 13 Uhr sowie dienstags bis freitags von 9 bis 17 Uhr.
Ein großes Sortiment an preiswerten Möbeln, Kleidung, Spielwaren und Büchern wird dort angeboten. Während der Öffnungszeiten können auch gut erhaltene Haushaltsartikel, Textilien, Spiele und vieles mehr abgegeben werden. Bei größerem Mobiliar besteht die Möglichkeit, dieses abholen zu lassen. Wer den Service nutzen möchte, kann montags bis freitags unter der Rufnummer (05242) 4058929 einen Termin vereinbaren. Die Arbeitsloseninitiative Pro Arbeit, gegründet vor rund 20 Jahren, richtet sich mit ihrem Gebrauchtwarenkaufhaus vor allem an bedürftige Familien und Einzelpersonen, die vor Ort günstig wichtigen Bedarf für ihren Haushalt einkaufen können. Unterhalten werden an anderen Standorten auch Recyclinghöfe, ein Catering-Service, Werkstätten, Beratungen für Langzeitarbeitslose, eine Fahrradwerkstatt und vieles mehr. Projekte zur Reintegration in den Arbeitsmarkt sind wesentlicher Bestandteil des Aufgabenpaketes. An fünf Standorten setzen sich rund 80 Mitarbeiter für dieses Ziel ein. Pro Arbeit e.V. ist tätig in den Kreisen Gütersloh und Warendorf. Weitere Informationen gibt es zur Sammelaktion unter www.sammel-mit.de, zu Pro Arbeit unter www.proarbeit.biz.

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