Stadt Rietberg

Ein Beispiel für zukunftsweisende Baumaßnahmen mit Blick auf Klimaschutz und Klimawandel ist das renovierte Drostenhaus im Kernstadtgebiet. Matthias Setter (Stadtverwaltung), Rüdiger Ropinski (Klimaschutzbeauftragter Stadtverwaltung), Diplom-Ingenieur Reiner Tippkötter (infas enermetric) und Alfons Hollenhorst (Stadtverwaltung) hoffen auf regen Zuspruch zum ersten großen Informationsabend zur Klimakommune Rietberg am 23. Februar. Bild: stadt rietberg

Rietberg. „Unser Ziel ist es, langfristig alle Bürger und Unternehmen mit ins Boot zu holen. Deshalb starten wir jetzt mit der ersten großen öffentlichen Veranstaltung. Damit möchten wir allen Interessierten unser Leitbild: Klimakommune Rietberg – energieautonome und nachhaltige Stadt im Jahr 2030 nahe bringen.“ Mit diesen Worten lädt Bürgermeister André Kuper zur Informationsveranstaltung am 23. Februar in den Ratssaal im Progymnasium ein. Ab 19 Uhr werden er, die Mitglieder des Energierteams der Stadtverwaltung und Diplom-Ingenieur Reiner Tippkötter (infas enermetric) das integrierte Klimaschutzkonzept der Emsstadt öffentlich vorstellen.

„Klimaschutz geht alle an, das ist mittlerweile eine nicht mehr weg zu diskutierende Tatsache. Wir haben in Rietberg bekanntlich auch in jüngeren Jahren schon deutlich die Auswirkungen des Klimawandels erleben müssen, so beispielsweise durch das durch ein Gewitter entstandene Hochwasserereignis im August 2007“, so Kuper. „Hitze, Trockenheit, aber auch sogenannte Jahrhunderthochwasser sind keine Ereignisse, die nur irgendwo in der Sahel-Zone oder in Australien vorkommen. Auch wir spüren die Veränderungen und müssen Wege finden, dem Klimaschutz auch im regionalen Raum viel mehr Bedeutung beizumessen.“ Die Stadt Rietberg sei schon seit längerem „äußerst sensibilisiert für diesen Themenbereich“. Kuper: „Erste Beispiele für unser Handeln sind die intensive Beratung durch den Energieberater, das städt. Förderprogram regenerative Energien und die Realisierung des Klimaparks im Gartenschaupark, wo vielfältige Aspekte rund um den globalen Klimawandel und seine Auswirkungen in jeden Winkel der Erde aufgegriffen werden sollen.“ Auch die schon im ersten Jahr erfolgreiche und von Fachleuten mit hoher Anerkennung bedachte Teilnahme am „european energy award“ lege Zeugnis ab davon, „dass wir uns unserer Verantwortung bewusst sind und schon jetzt Schritt für Schritt dazu beitragen, dem Klimawandel entgegen zu treten.“ Kuper auch: „Die Stadtverwaltung und die Politik können die Ziele nicht allein erreichen. Wir brauchen die Beteiligung aller Menschen in unserer Kommune. Alle müssen an einem Strang ziehen.“

So sind zu der Veranstaltung am 23. Februar alle interessierten Bürger eingeladen, „wir würden uns freuen, wenn auch viele junge Leute sich dauerhaft einbringen würden“; so Klimaschutzbeauftragter Rüdiger Ropinski. Wirtschaft, Handel, Handwerk seien ebenfalls angesprochen, mitzuwirken im Prozess zum Wohl der Allgemeinheit. Dabei hat sich die Kommune unter Beteiligung der Spezialisten von infas enermetric, einem anerkannten Fachbüro auch für Energiemanagement, einen ehrgeizigen ersten Zeitplan gesetzt. Dem Infoabend sollen Workshops unter Beteiligung interessierter Rietbergerinnen und Rietberger schon im März und April folgen, um daraus möglichst umgehend weitere Erkenntnisse für die praktische Arbeit zu gewinnen. Am 23. Februar sollen schon vorhandene Aktivitäten aus dem Stadtgebiet durch Praxisbeispiele aus Wirtschaft und Wohnungsbau dargestellt werden, es gibt Ausblicke auf geplante Projekte und die zukünftige Energielandschaft. Fachthemen und Fördermöglichkeiten sowie die Vorstellung der Handlungsfelder sind weitere Inhalte.

Die Workshops gibt es am 29. März (Thema Mobilität), 31. März (regenerative Energien), 12. April (Klimapark und Öffentlichkeitsarbeit), 14. April (Planen, Bauen und Sanieren) sowie am 19. April (Energieeffizienz in Unternehmen). Ein Ziel ist die „klimaneutrale Stadtverwaltung bis 2022“, auch darüber wird am Informationsabend referiert.

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